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Lichtspeer – Von Hipster-Riesen und skatenden Walen
Review

Lichtspeer – Von Hipster-Riesen und skatenden Walen

Kniet nieder vor dem mächtigen Lichtgott und begebt euch mittels dem legendären Lichtspeer ins Gemetzel, um euch Gegner wie Wikinger-Pinguinen, Hipster-Riesen und Wurst-Zombies zu stellen. Lichtspeer nimmt sich in keiner Sekunde ernst und liefert mit einer altertümlichen germanischen Zukunft, getaucht in Neonfarben, ein erfrischendes Bild.

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Der auserwählte Champion muss zum Vergnügen der Götter sich durch dreizehn Level inklusive sechs Bossen kämpfen – oder besser gesagt „speeren“. Der Charakter ist dabei bewegungsunfähig und einzig der Winkel des Speers und die Stärke des Schusses sind steuerbar. Zusätzlich sind bis zu drei Spezialfähigkeiten verfügbar, um im Kampf die Chancengleichheit besser verteilen zu können. Diese Fähigkeiten können im Shop gegen LSD, der Währung im Spiel, gekauft werden. Diese werden in drei Kategorien aufgeteilt und können unter anderem einen Lichtregen aus Speeren herabregnen lassen, für einige Sekunden ein unüberwindbares Schutzschild herbeirufen oder eine Kaskade aus Speeren auf die Gegner feuern. Jede der Fähigkeiten lässt sich zusätzlich bis zu Stufe drei aufleveln, was zu einer Reduzierung der Abklingzeit oder generellen Verstärkung deren führt.

LSD wird in den Level durch das Speeren von Gegnern erlangt. Kopftreffer lassen den Multiplikator auf bis zu 100% steigern, wobei dieser wieder zurückgesetzt wird, wenn der Speer im leeren landet. Das Verfehlen von Gegnern erzürnt die Götter besonders und beim dritten Fehlschuss in Folge schreit euch der Lichtgod NEIN! entgegen und ihr seid für wenige Sekunden gelähmt. Besonders in den späteren Level bedeutet dies den sofortigen Tod.

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Während Lichtspeer eher gemächlich anfängt, zieht der Schwierigkeitsgrad rasant an und ab dem siebten Level gibt es nochmals eine deutliche Steigerung. Die ersten Level sind in unter zehn Minuten absolvierbar, in den späteren Level kann sich dies aber schnell mal auf eine Stunde steigern, aufgrund der vielen Tode. Wer bis dort die Steuerung nicht im Blut hat, wird kein Land sehen. Zum Zielen bleibt keine Zeit mehr und der Speer muss intuitiv in die richtige Richtung geschossen werden. Die grösste Herausforderung stellt dabei oftmals nur die schiere Anzahl an Gegnern dar. Dabei wird alles zuvor gesehen in einen Topf geschmissen und die Abwechslung kommt hauptsächlich durch unterschiedliche Kombinationen an Gegner-Typen.

Dazu muss angemerkt werden, dass ich bereits über zehn Stunden im Spiel verbracht habe und sich diese Kritik rein auf die letzten Level bezieht. Bis dahin gibt es sehr viel Abwechslung in der Gegnervielfalt und Levelgestaltung und es wird alles aus dem simplen Konzept herausgeholt. Das absolute Highlight stellt überraschenderweise das letzte Level dar, welches nochmals mit einigen Überraschungen aufwartet und in einem epischen Bosskampf gipfelt.

Fazit

Alles in allem ist Lichtspeer ein sehr unterhaltsames und rundes Spiel, welches potentiell für unzählige Stunden Spielspass sorgen kann. Aus dem simplen Konzept wird alles erdenkliche herausgeholt und vertritt damit die klassische Indie Herangehensweise. Lichtspeer ist ein dadaistisches Kunstwerk getränkt in LSD-haltigen Neonfarben, die zum Pulse der treibenden Bässe wabern.

Wem der normale Modus keine Herausforderung darstellt, für den gibt es zusätzlich einen Rage Quit Modus und nach dem ersten Durchspielen aller Level ein New Game plus. Besonders störend ist im Raque Quit Modus jedoch das Erschüttern des Bildes bei jedem Treffer. Dies kommt zwar auch in den übrigen Modi vor, aber da im Rage Quit Modus gefühlt zehn Gegner pro Sekunde getroffen werden, ist der Bildschirm konstant am wackeln, was einfach nur störend wirkt.

Lichtspeer ist seit heute erhältlich für den PC über Steam und ab Morgen zusätzlich für die Playstation 4, wobei gesagt werden muss, dass die Steuerung per Maus, im Gegensatz zum Gamepad, bedeutend leichter von der Hand geht und das Spiel in seiner Schwierigkeit drastisch entschärft.

Verfasst von Patrick am 27. September 2016

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