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Minecraft Story Mode Ep. 8: A Journey’s End?
Review

Minecraft Story Mode Ep. 8: A Journey’s End?

Nach elf Monaten ist es nun soweit: Die erste Staffel von Telltales Minecraft: Story Mode hat ihr Ende gefunden. Zwar war die Hauptgeschichte bereits mit der fünften Episode abgeschlossen, aber durch den Adventure Pass bekam die Staffel eine Verlängerung von drei weiteren Episoden. Keine andere Serie von Telltale hatte sich bisher so viel Zeit für eine Staffel genommen.

Freudige Aussichten

Die Episode knüpft nahtlos and das Ende von Access Denied an und unsere Helden begeben sich ihrem lang ersehnten Ziel entgegen. Es wäre eine furchtbar langweilige und kurze Episode, käme alles wie geplant. Wiederum wird hier die vierte Wand durchbrochen und das klassische Minecraft Minispiel Spleef findet unverhofft seinen Einzug in die Serie. Dem Spieler bahnt sich an, was noch kommen wird und die Aussichten bereiten eine wahre Freude. Zunächst wird der Spassfaktor jedoch nochmals zurück geschraubt.

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Mit dem obligatorischen Intro zieht eine leichte Melancholie einher. Das Ende nah, das letzte gemeinsame Abenteuer steht bevor. Passend zur Stimmung gesellt sich ein verschneites Dörfchen, in welchem eine kurze Quest-Reihe absolviert werden muss. Im Dorf wird auch der vermeintliche Plottwist aufgesetzt, welcher mehr als nur vorhersehbar ist.

Alt, aber bewährt

Insgesamt ist die komplette Geschichte von A Journey’s End nicht spezielles und bietet keinerlei Überraschungen. Durch den Rahmen eines, dies sei an dieser Stelle gespoilert, Turniers, bei dem Jesse und seine Freunden den ersten Platz in einer Reihe von Spielen gewinnen müssen, ist die Folge dennoch sehr unterhaltsam. Es ist ein altbewährtes Konzept, dass nicht ohne Grund immer wieder seine Verwendung findet. Leider ist die Folge für diesen Rahmen mit ihren 90 Minuten zu kurz geraten und das Ende kommt sehr abrupt. Mindestens zwei weitere Spiele hätten der Geschichte nicht geschadet und gewissen Charakteren mehr Zeit zur Entwicklung gegeben.

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Das Ende präsentiert sich stark antiklimaktisch. Dabei störte besonders der Faktor, dass die persönliche Entwicklung eines Charakters plötzlich komplett über Board geworfen wird für einen lächerlichen, nicht ernst zu nehmenden, Cliffhanger. Zudem kann dieser Cliffhanger vom Spieler gleich wieder aufgelöst werden. Unseren Helden wird auch keine feierliche Rückkehr gegönnt. Wir sehen ihre Heimat kein zweites Mal, sondern befinden uns ausschliesslich in der Ruhmeshalle, wo durch die erlangten Gegenstände nochmals ein Rückblick auf die vergangenen Abenteuer der letzten drei Episoden gegeben wird.

Fazit zum Adventure Pass

Kommen wir abschliessend zur Frage, ob sich der Adventure Pass lohnt. Für Leute, welche sich bereit die ersten fünf Episoden von Minecraft: Story Mode geholt hatten, kann ich ihn durchaus empfehlen. Der Fokus wird hier mehr auf in sich geschlossene Geschichten gelegt. Die Abenteuer machen Freude und sind unterhaltsam. Der Schwermut der vorhergehenden Episoden fehlt und Jesse ist mit seinen Freunden von Beginn weg am Punkt angelangt, an dem wir sie alle sehen wollten: Als gefeierte Helden voller Selbstbewusstsein.

Verfasst von Patrick am 14. September 2016

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