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No Man’s Sky – Ersteindruck
Preview

No Man’s Sky – Ersteindruck

Lange hat es gedauert, doch in den vergangenen Tagen wurden die Spieler endlich erlöst und No Man’s Sky wurde endlich veröffentlicht. Während die Kritiken und Rückmeldungen zunächst sehr gut waren, änderte sich dies schlagartig als die PC Version wenige Tage nach dem Playstation Release veröffentlicht wurde. Ich bin bereits knapp 20h in No Man’s Sky eingetaucht und will hier mal meinen ersten Eindruck zur PC Version liefern.

Der Start

Die erste Hürde tat sich bereits beim Start des Spieles auf, denn auf meinen Laptop sah ich nach dem Splashscreen nichts weiteres als einen schwarzen Bildschirm. Das Spiel hatte nicht genügend Ressourcen zur Verfügung und konnte deswegen die Grafiken nicht rendern. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit das Spiel über cloud computing laufen zu lassen, wo es dank sehr guter Hardware ohne Probleme lief. Ich war jedoch nicht der einzige mit Startschwierigkeiten. Die PC Version ist sehr schlecht optimiert und läuft nur auf High-End Computern wirklich flüssig. Vielen erging es nach Launch gleich wie mir, dass sie das Spiel nicht mal starten konnten.

NoMansSky_Monolith

Die Steuerung

Bereits nach den ersten Minuten wird klar, dass wir es hier mit einem auf Konsole ausgelegten Spiel zu tun haben und die Steuerung nicht für PC angepasst wurde. Die Menüführung ist umständlich und unintuitiv. Für Bestätigungen von Aktionen müssen die Tasten jeweils für eine Sekunde gehalten werden und von der umständlichen Bedienung der Weltall-Karte will ich hier gar nicht erst zu sprechen kommen. Hier wurde keine sichtbare Zeit investiert, um PC-Spielern eine angenehme Erfahrung zu bieten. Dazu kommt auch die extrem hakelige Steuerung des Raumschiffes, welche sich mit Maus und Tastatur einfach nicht gut anfühlt.

Creatures

Die Abwechslung

Da ich bereits rund 20 Stunden in das Spiel investiert habe, muss das Spiel ja etwas richtig machen, um die Motivation so lange aufrecht erhalten zu können. Diese liegt in der Vielfältigkeit der Planeten. Bisher habe ich noch keinen Planeten gesehen, welcher sich all zu stark einem anderen geähnelt hätte und immer wieder konnte ich neue Sachen entdecken. Leider ist dies aber auch nur im Ansatz wahr, denn die Strukturen von Gebäuden und Mineralienquellen wiederholen sich sehr oft.

Diese Repetition, wenn auch erst nach vielen Stunden erkennbar, zieht sich durch die gesamte Erfahrung mit No Man’s Sky. Wir fliegen von Planet zu Planet, sammeln Ressourcen und erhoffen beim Durchsuchen von Gebäuden auf wertvolle Gegenstände, welche teuer bei Händlern verkauft werden können. Sind genug Materialen zusammen, warpen wir uns zum nächsten Sonnensystem und setzen dort die Erkundungstour fort. Die Interaktionsmöglichkeiten mit der Welt sind leider stark begrenzt, wodurch nie wirkliche Immersion aufkommt. Sinkt die Lebensanzeige nach unten, aufgrund harscher Bedingungen auf einem Planeten, lade ich diese emotionslos mit wenigen Klicks wieder auf. Zu meinem Charakter habe ich überhaupt keine Beziehung. Ich spiele stets das Spiel, aber bin nicht in der Welt gefangen.

Creature

Ein erstes Fazit

Da ich darauf erpicht bin das Ende des Spieles zu erreichen, folgte ich stets der Hauptstory. Wer einfach nur erkunden will, kann tatsächlich Tausende von Stunden in No Man’s Sky investieren, denn das Spiel ist wirklich riesig und vermittelt die Grössenverhältnisse ausgezeichnet mit einer Zeitanzeige, welche jeweils die ungefähre Dauer bis zur Ankunft am gewählten Ort anzeigt. Es gäbe noch unzählige Dinge zu erwähnen, aber dies würde den Rahmen dieses Ersteindruckes sprengen. Momentan ist das Spiel auf dem PC nur für Leute mit einem ausreichend starken Computer zu empfehlen. Das Spiel hat noch sehr viele Bugs, Macken, Ecken und Kanten. Insgesamt wirkt es recht unfertig und trotz der vielen Möglichkeiten und abwechslungsreichen Planeten leer.

Zu Beginn hatte ich sehr viel Spass mit No Man’s Sky und war positiv überrascht, aber nach rund fünfzehn Stunden setzten sich bereits erste Ermüdungserscheinungen ein. Für die Langzeitmotivation gibt es momentan noch zu wenige Beschäftigungsmöglichkeiten für den Spieler und schnell verfiel ich in die immer selbe Routine. Ich bin gespannt, was in den kommenden Monaten noch an DLC kommen wird und ob es Hello Games schafft, die PC Version nebenbei technisch zu optimieren und im besten Falle auch die Steuerung anzupassen. Zusammengefasst: Technisch eine Katastrophe, wirkt unvollständig und kann auf lange Sicht nur besonders explorationsfreudige Spieler begeistern. Dies mag meckern auf hohem Niveau sein, aber bei einem Vollpreis Titel sind meine persönlichen Erwartungen und Anforderungen an ein Spiel einiges höher als für einen kleinen Titel, der gerade mal 15 CHf kostet.

LandingPad

Verfasst von Patrick am 14. August 2016

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